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Ein  Backhuysen  zum  Geburtstag

Janssen, Horst (1929 Hamburg 1995). Backhuizen grüsst Stubbe / zum 7. 6. 1988 Liebster alter Freund Wolf Stubbe – ich habe heute so gar keine Lust auf A. Waterloo (-) aber dies von Herzen. Holländische Herrenjacht mit geblähten Segeln, großer Flagge am Spiegel + Wimpel am Mast auf bewegtem Wasser. Links seitlich von dieser eine kleine andere. Am Ufer winziger Angler. Kaltnadelradierung in Blau + Schwarz. Hs. signiert, ebenso in der Platte und dort ansonsten bezeichnet wie vor. 23,1 x 14,2 cm.

Horst Janssen, Backhuysen grüßt Stubbe

Kruglewsky 97. – Trockenstempel Griffelkunst. – Auf Japanbütten. – Herrlicher gratiger Druck mit schönem Plattenton und dem vollen Rand von 1,9-3,2 cm.

„ Für Horst Janssen war die Tradition nie eine Last, die kritischen Blicke, mit denen die Vergangenheit ihm über die Schulter blickte, haben ihn nie eingeschüchtert. Sein Selbstbewußtsein hielt das Gewicht des Gewesenen aus. Im Gegenteil wandte er sich, als er schon erfolgreich und gefeiert war, noch einmal den Meistern von einst zu und ist in umfangreichen Aneignungsprozessen in ihre Schule gegangen. Was immer er dabei aufgriff, hat seine unverwechselbare Handschrift nicht verfälscht, stets blieb noch die flüchtige Skizze als Arbeit von ihm erkennbar. Seine Individualität war stärker als aller Stilwille … “

(Joachim Fest, Kunst heißt sterben lernen, Nachruf auf Horst Janssen in FAZ, 1. 9. 1995).

„ Im Jahre 1988 inspirierte Backhuysen den Hamburger Zeichner Horst Janssen zu zahlreichen Varianten seiner Motive … “

(Gerlinde de Beer, Ludolf Backhuysen, Sein Leben und Werk [2002], S. 222).

„ Ab 1970 … beschäftigt sich J. mit Werken der Alten und Neuen Meister … In Zchng und Rad. kopiert und paraphrasiert er deren Motive … In der Auseinandersetzung mit Künstlern wie Rembrandt und Goya, die als Autoritäten in der Kunst der Rad. gelten, setzt auch J. in der Technik des Tiefdrucks Meilensteine “

(J. Moster-Hoos in Allgemeines Künstler-Lexikon LXXVII [2012], S. 336).

Janssen’s  intimer  Geburtstagsgruß

für den Direktor des Hamburger Kupferstichkabinetts em. und Sammler Wolf Stubbe (Stettin 1903 – Hamburg 1994), für den Kunst unteilbar war und im Zweifelsfall ein „Wagen Sie etwas!“ dazugehörte, wie sich Ernst Nolte gelegentlich der Teilauktion seiner Sammlung im Juni 2000 ebenso erinnerte (H+N 348, S. 6) wie u. a. auch an

dessen  Publikation  über  Anthonie  Waterloo’s  Zeichnungen

der norddeutschen Reise, um generell festzuhalten:

„ Für die Hamburger Kunsthalle (von) 1933 … bis 1969 (tätig), war Wolf Stubbe ein herausragender Graphikkenner. Unter seiner Leitung wuchs die graphische Sammlung … zu einer der substantiellsten und umfangreichsten unter den deutschen Museen … (sein) besonderes Interesse galt neben der Altmeistergraphik sowohl dem achtzehnten/neunzehnten als auch dem zwanzigsten Jahrhundert,

wo  seine  unkonventionelle  Sehweise

dem Interessierten neues Terrain erschloß und 1963 zu der entscheidenden Publikation ‚Graphik des 20. Jahrhunderts‘ führte … .“

Aus 1966 haben wir seine Schrift über Johann Elias Ridinger (Ulm 1698 – Augsburg 1767) als einen wesentlichen Beitrag zur kunsthistorischen Erfassung dessen Künstlerpersönlichkeit, untersucht an Hand der Jagd/Tiergraphik mit dem Ergebnis einer sowohl technischen Bravour als auch landschaftlich ganz bemerkenswerten Fortentwicklung, auf welch letztere Meriten als wohl erster 1901 schon Ernst Welisch aufmerksam gemacht hatte. – Janssen’s anstehende Bezüge auf Ludolf Backhuysen (Emden 1630 – Amsterdam 1708) + Anthonie Waterloo (Lille um 1610 – Utrecht 1690) greifen denn noch ein ganzes Jahrhundert weiter zurück und verdeutlichen in Kontext mit dem Gratulanten-Künstler selbst die ganze Bandbreite Stubbe’scher Kunstdurchdringung.

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