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Eine der schönsten Karten Van Keulen’s

Keulen, Gerard van (1678 Amsterdam 1726/7). Nieuwe Paskaart Vande Geheele Canaal Tusschen Engeland en Vranckryck. Mit Erläuterungs- und ornamental umrandeter Titelkartusche, fünffachem Meilenzeiger, Strömungspfeilen, Mißweisungssektor sowie zwei Windrosen. Von 2 Platten gedruckte Seekarte 1 : 620.000 in Mercatorprojektion. Kupferstich. Ca. 1705. Signiert, bezeichnet. 60,3 × 100,9 cm (23¾ × 39¾ in).

Koeman, Keu 71, 13 (+ S. 375, II, Keulen 200); Phillips/LeGear 5693, 34. – Vgl. auch Koeman, Keu 24 + 29-32. – Typograph. Wz. (undeutlich). – Titel in holl.-französ.-engl.-spanischem Paralleltext. – Mit schmalem, an den Seiten und unten auch bis zu 17 mm breitem Papierrand um den 5 mm breiten Plattenrand. – Ein etwas stärkerer Wasserrand am Oberrand noch in die Karteneinfassung hereinreichend, ein nur schwacher am Unterrand kaum wahrnehmbar in schmalem Streifen ca. 8,5 cm längs des linken Buges in das Kartenbild hineinreichend. Ein 3 mm kurzer winziger Wurmgang säurefrei hinterlegt. Ansonsten schöner kontrastreicher Abdruck von wohlverwahrter Frische.

Die detaillierte Wiedergabe der Küsten mit unzähligen Tiefenangaben ,

vielfach benannten Riffen , Sänden und Untiefen ,

Leuchtfeuern , Peilungslinien und Ankerplätzen .

Eingetragen ferner als die beiden bedeutenden Seeschlachten am Beginn der Epoche englisch-französischer Kriege die Schlacht von Beachy Head 1690, dem einzigen französischen Sieg, sowie die 1692er Schlacht von Barfleur-La Hogue „als eine der entscheidenden Schlachten der Welt … weil sie die Franzosen davon überzeugte, daß ihr Schicksal auf dem Lande und nicht auf der See lag“ (Christopher Lloyd, Atlas zur Seefahrtsgeschichte, S. 36).

Britischerseits von den Scillies über Torbay , Southampton und Brighton bis Dover, auf dem Kontinent von Plogoff über die Ile d’Ouessant , die Kanalinseln , St. Malo und Le Havre bis Calais reichend. Darüberhinaus noch mit der Nordküste Cornwalls und dem südlichen Teil des Bristol-Kanals bis hinauf nach Bridgwater. Geographisch in zunehmender Breite von 48° 5' bis 51° 10' n. Br. reichend. Die Längen ohne Einteilung und Bezeichnung.

Die an Hand hiesiger nachzuvollziehende außerordentliche Genauigkeit und Informationsfülle der Karten Gerard van Keulen’s fand denn auch in späteren Jahren verdiente Anerkennung durch die Oostindische Compagnie:

„ In 1704 the firm of (Johann) van Keulen was apparently not yet considered competent to handle the hydrographic work of the East India Company … It was only when Gerard van Keulen had demonstrated –

by his excellent charts in Mercator’s projection, for instance –

his ability to satisfy the requirements of navigators, that he was deemed a suitable candidate for the office of hydrographer to the Dutch East India Company. This was in 1714 … (He), who succeeded his father in 1704, brought new activity into the chart-making business … Further, Gerard issued ca. 40 charts of an

exceptionally large format ( 60 × 100 cm | 23⅝ × 39⅜ in )

… He introduced the Mercator projection (and) improved many of his father’s plates … by many amendments to the hydrographic details (soundings, shoals, islands, etc.) … About 1705,

the finest of the Van Keulen charts were published by Gerard :

the large-size … charts with increasing latitudes. “

(Koeman).

Diese Karten erschienen sowohl für sich – Keu 24 + 29 ff. – als auch zusammen mit den allgemein üblichen kleinformatigen Karten im Zee-Atlas – Keu 31 – und der Zee-Fakkel – Keu 71 – , im Gegensatz zu diesen noch bis ins 19. Jahrhundert hinein teilweise unverändert immer wieder aufgelegten Karten indes aber wohl bereits 1734 letztmalig. Hiesige Karte solchermaßen nicht nur formatmäßig herausragend, sondern auch zu den Arbeiten gehörend, die den über

zweihundert Jahre andauernden Ruf und Erfolg

des Hauses Keulen begründeten .

Angebots-Nr. 28.002 / EUR  1892. / export price EUR  1797. (c. US$ 2172.) + Versand