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jan hendrik niemeyer - seit 1992 -

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Lorscher Evangeliar (Codex Aureus), Das. Das Vermächtnis Kaiser Karls des Großen. Dokumentation zur (vergriffenen) Faksimileausgabe. Luzern 1999. 2° (46,5 x 32,8 cm). 12 SS. Illustr. OHeftung. in dklroter. OLwd.-Mappe m. goldgepr. Titel und montiertem Christus-Rundstück aus Fol. 36 in Gold und Farben auf dem VDeckel. Mit zahlreichen Abb. und

3 herausnehmbaren Faksimile-Tafeln

in den Original-Farben + -Format ( 37 x 26 cm )

der 1. Kanontafel (SS. 13/14), einer Textseite aus dem Lukas-Evangelium (Fol. 29) sowie der

Purpur-Initialseite

Lorscher Evangeliar (Codex Aureus), Purpur-Initialseite des Matthäus-Evangeliums

des Matthäus-Evangeliums mit dem Bildnis Christi

(SS. 35/36) in separaten Mappen mit Erläuterung des jeweiligen Blattes.

Mit Errata-Blättchen. – Die Umschlag-Illustrationen Marien- + Christustafel der Elfenbeindeckel des Einbandes in annähernd Originalgröße wiedergebend.

Um 810 auf hellem Kalbspergament erlesenster Qualität im Folio-Format von ca. 37 x 27 cm entstanden, wurden – wie auch der Zweitname andeutet – alle 472 Seiten des

Codex Aureus

Lorscher Evangeliar (Codex Aureus), 1. KanontafelLorscher Evangeliar (Codex Aureus), Lukas-Evangelium

als der Krönung karolingischer Kunst

durchgehend in Goldtinte geschrieben wie nur ganz wenige frühmittelalterliche Handschriften überhaupt und zusätzlich sämtlichs mit farbigen Rahmen von kaum zu übertreffendem Formenreichtum und mit Gold und Silber im Überfluß verziert. Enthaltend die vier Evangelien des Neuen Testaments ist es solchermaßen das wohl noch von Karl dem Großen selbst in Händen gehaltene

Höchste an Kunstfertigkeit ,

was das berühmte Aachener Hofskriptorium

zu schaffen in der Lage war .

Das Ganze zudem überhöht durch einen Einband, dessen beide Deckel von gleichfalls auf höchstem Niveau in den Aachener Hofwerkstätten jeweils fünfteilig geschnitzten Elfenbeintafeln gebildet werden, die dem heiligen Buch den Charakter einer Reliquie geben und zugleich die umfangreichsten je in den Hofwerkstätten geschaffenen Elfenbeinzyklen sind.

Von Karls Erben vor 860 als Geschenk ans Kloster Lorsch als einem der bedeutendsten monastischen Zentren des Reiches übergeben, wurde der Codex Aureus dort für sieben Jahrhunderte zur Krönung der ohnehin bedeutenden Bibliothek, dem Skriptorium der Abtei aber ein letztlich unerreichbares Vorbild. Und – die taufrischen Farben beweisen es – nur zu außerordentlichem Anlaß genutzt.

1479 in zwei Teilen neu gebunden, gelangte die Handschrift – das Kloster war im Zuge der Reformation aufgehoben worden – wohl 1556 in die Bibliotheca Palatina des bibliophilen Kurfürsten der Pfalz, Ottheinrich. Doch bereits 1623, mit der Einnahme Heidelbergs durch Tilly, begann die Odyssee:

Von Papst Gregor als Kriegsbeute beansprucht, wurde die gesamte Bibliothek nach Rom geschafft. Doch nur der zweite Teil mit der Christustafel kam in den vatikanischen Bibliotheken an. Der erste dagegen mit der Marientafel scheint, vielleicht unter Mitwirkung des päpstlichen Konfiskators, zwar auch nach Rom, doch in Privatbesitz gelangt zu sein.

Und vor 1785 wurde dieser Teil dann noch seiner Elfenbeintafel beraubt, die 1853 bei der Versteigerung der Sammlung Prinz Soltikoff wieder auftauchte und über die Webb Collection 1866 in das Victoria & Albert Museum gelangte.

Der Buchblock dagegen kam in den Besitz des Wiener Erzbischofs Kardinal Migazzi, der ihn 1785 an den Siebenbürger Bischof Ignaz Graf Batthyány in Karlsburg veräußerte, wo er bis heute, nunmehr innerhalb der rumänischen Nationalbibliothek, verwahrt wird.

500 Jahre nach dem Beginn von Aufteilung und Zerstreuung wurden zur 1200. Wiederkehr von Karls Krönung in Aachen alle drei Teile dieses

Gesamtkunstwerkes außerordentlichen Ranges

in einer auf weltweit 333 Exemplare limitierten Faksimile-Ausgabe wieder zusammengeführt.

Angebots-Nr. 28.922 | EUR 125. (c. US$ 151.) + Versand